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Hallo Jakob,
Darf ich fragen, ob du groß und schlank bist und ggfs. Außer dem Zwerchfellbruch Probleme mit dem Bindegewebe hast, Z.b Dehnungsstreifen, Krampfadern o.ä? Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung raten, sollte dies der Fall sein, würde ich mir an deiner Stelle eine OP gut überlegen, da bei der Löhde Operation viel Zug auf den Zwerchfell Muskeln liegt und das Bindegewebe an anderer Stelle nachgeben kann. Ob eine andere Methode hier erfolgversprechender wäre, weiß ich leider auch nicht.
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Vor dem letzten Dienstag ist das mit der Einklemmung bei mir nur einmal aufgetreten, davor hatte ich damit eigentlich keine großen Probleme mehr.
Sodbrennen kommt nun langsam wieder, das essen hat sich auch verändert, es fühlt sich an als ob das Essen am Zwerchfell vorbeirutscht und dort Schmerzen verursacht. Ich habe aber keine Schluckbeschwerden im eigentlichen Sinne. Es ist schwer zu beschreiben.
Ich frage mich was ich jetzt tun soll. ich werde nun ersteinmal abwarten, eine weitere OP kommt für mich momentan nicht in Frage, zu groß ist die Angst, es könnte wieder vergeblich sein. Auch werde ich keine Untersuchung einleiten, ich bin es momentan einfach leid.
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Mein Sodbrennen ist recht unverändert, es war nie ganz weg nach der OP, (obwohl es zwischen Woche 6 und 8 minimal war, da ging es mir echt gut), und jetzt ist es auch nicht sehr ausgeprägt, dass ist das einzig positive im Moment. Das Einklemmungsgefühl war mit einer der Gründe warum ich mich nochmal operieren lassen hab. Es wurde ja dann auch eine Einklemmung eines Omentumzipfels gefunden. Weil BCY aber gefragt hat, mein Aufstoßen hat sich doch verändert, es geht nicht mehr so einfach wie vorher. Die Krämpfe am Magen habe ich immernoch. Das Gefühl täuscht einen nicht, und ich habe wieder das Gefühl mein Magen wurde etwas verschoben. Nächste Woche bespreche ich das mit Dr. Thomas, obwohl ich mich nicht mehr operieren lassen möchte. Irgendwann ist auch mal Schluss und wenn mein Körper solche Art von OPs einfach abstößt, was soll ich dann machen? Ich werde jetzt erstmal mit dem IST-Zustand leben müssen, vielleicht kann ich es durch Zwerchfellatmung positiv beeinflussen, außerdem werde ich eine spezielle Peptide-Therapie machen, um die Kollagenphasern an dieser Stelle zu stärken. Mal schauen.
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Es ist leider keine Gastritis, irgendetwas hat sich durch das Atmen wieder gelockert, so unwahrscheinlich das klingt. Es ist mir ja beim ersten Mal auch passiert. Nur leider war es diesmal nicht verhinderbar, zumal das dadurch nicht passieren dürfte. Entweder bin ich einfach ein Pechvogel oder die Methode passt nicht zu mir.
Nur aus Interesse: welche Ärzte in Österreich machen denn diese Methode mit dem Leberlappen?
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Luft aufstoßen ist bei mir immer ein wechsel gewesen, die erst 4 Wochen nach der OP war das gar nicht möglich. Dann ist es immer mehr geworden. Jetzt ist es seit Dienstag wieder etwas reduziert aber dennoch weiter da.
Weiterhin habe ich seit Tag 1 nach der OP dieses krampfartige, schluckaufähnliche aufstoßen, welches sich erst seit ca 1 Monat etwas verbessert hat, aber immernoch da ist.
Ich habe halt seit Dienstag wieder vermehrt stechen ungefähr zwei Fingerbreit unter dem schwertfortsatz links an den Rippen, dort wo der Magen sitzt.
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Hi BCY, ich sage nicht das mein Zwerchfell wieder gerissen ist, ich glaube aber die feste Einklemmung der Speiseröhre bei der Löhde hat sich wieder etwas gelockert. Das Bindegewebe oder die Muskeln habe vielleicht nachgegeben. Ja ich habe Luft im Magen, ich merke das auch dann immer, manchmal drückt die Luft unangenehm auf Zwerchfell. Ich nehme dann immer Lefax Intense.
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So für alle die es noch interessiert:
Ich bin jetzt in der 14ten Woche nach der 2ten OP. Leider ist es seit dem letzten Update wieder kontinuierlich schlechter geworden. Letzten Dienstag ist mir quasi das selbe wie bei der ersten OP passiert, nur das ich es diesmal quasi nicht verhindern konnte:
Ich hatte bereits morgens einen irren Druck auf der brust auf leeren Magen, wie ein Metallreifen der den Brustkorb quetscht. Es war so schlimm, dass ich enormes Herzklopfen bekam und das Gefühl hatte, es zerreißt mich jeden Augenblick. Abends war ich dann im Kino und wie ich ja wusste das ich nicht zu tief Einatmen darf (noch von der ersten OP) habe ich nur ganz leicht in die Brust geatmet in der Hoffnung den Zustand irgendwie zu verbessern und der Druck löste sich langsam auf, was für meinen Körper an diesem Abend eine Wohltat war. Sollte man mir jetzt vorwerfen, ich bin selbst schuld, dass die OP versagt wenn ich das mache, dann ist es so. Für mein Empfinden war diese Druckgefühl aber so schlimm, dass ich gar keine andere Wahl hatte, zumal das atmen komplett normal war, nur eben in die brust und keine Bauchatmung. Wenn das eine OP zerstört, dann brauche ich es auch gar nicht probieren mit einer OP.
Seit Dienstag habe ich nun wieder vermehrt Einklemmungsgefühle, Schmerzen beim Sprechen, und stechen an der Cardia. Vor dieser Sache ist aber auch schon einmal etwas passiert wo ich plötzlich beim essen ohne Grund einen starken stechenden Schmerz verspürte und es sich anfühlte als ob etwas einklemmt. zumal mein Sodbrennen und Aufstoßen auch nicht komplett weg waren.
Warum diese OP nicht bei mir funktioniert bleibt mir ein Rätsel, auf eine weitere OP kann ich moment nicht mehr vertrauen. Ob das an der Methode lag oder allgemein bei jeder Methode aufgetreten wäre, ich weiß es nicht.
Mein Rat kann nur sein: lasst die Finger von einer OP, versucht so lange es geht ohne OP auszukommen.
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Update nach knapp 8 Wochen:
Ich bin jetzt fast 8 Wochen nach der 2ten OP und es wird gefühlt besser. Ich habe nur noch selten Anflüge von Sodbrennen, z.B. beim Laufen nach dem Kaffee oder beim Hinlegen nach einer großen Mahlzeit, aber lange nicht so extrem wie noch im Sommer letzten Jahres nach der ersten OP. Im Moment komme ich ohne PPI aus, da es nicht mehr den ganzen Tag durchgehend brennt. Ich nehme noch Gaviscon Advance zur Nacht, dass ist aber momentan glaub ich mehr Gewohnheit als da wirklich was brennt, und ab und zu ne Rennie, wenn ich es mal etwas übertreibe (Süßes, Kaffee oder fettiges). Ich habe gemerkt, dass ich während des Schlafens keine Probleme habe, wenn ich dann aber wach werde und im Liegen anfange zu schlucken, dann merke ich ein bisschen etwas, vermutlich ist die Speiseröhre immernoch etwas schwach. Ich bin aber momentan optimistisch, dass sich meine Speiseröhre noch verstärkt und dass das Narbengerüst noch stabiler wird. Ich kann aufstoßen, aber es ist deutlich weniger als vor der zweiten bzw. ersten OP (ist auch gut so, da die Luft auch Unbehagen erzeugen kann). Noch nicht ganz Weg sind diese Schluckaufähnlichen Krämpfe des Magens, allerdings schon reduziert im Vergleich zu den ersten Wochen nach der 2ten OP. Meine Einklemmungsbeschwerden und Probleme mit dem Atmen sind so gut wie weg.
Was mir momentan noch etwas Sorgen macht, ist meine Verdauung und das Problem mit der Unterzuckerung. Diese krassen Unterzuckerungssymptome sind jetzt seid zwei Wochen nicht mehr aufgetreten, aber ich habe teilweise Tage mit ziemlichen Blähungen und ab und zu Durchfall oder Verstopfung im Wechsel (den nächsten Tag ist dann wieder alles normal). Mit Probiotika und Bittertropen kriege ich das einigermaßen hin. Es fühlt sich an einigen Tagen an, als ob mein Magen etwas träge ist, dann ist auch der Bauch aufgebläht (lefax intense hilft hier ganz gut). Ingesamt ist das aber schon besser geworden und wird hoffentlich noch besser.
Ingesamt kann ich sagen, dass mir jetzt diese zweite OP schon geholfen hat. Es ist noch nicht alles komplett weg, aber das habe ich auch nicht erwartet. Meine psyschiche Einstellung dazu ist aber auch durch die Psychotherapie eine ganz andere als bei der ersten OP. Ich gehe momentan deutlich gelassener damit um, wenn mal irgendetwas ziept oder noch nicht ganz so passt.
Was ich noch vergessen habe, ich habe teilweise ziehende Schmerzen im Brustbein, vor allem bei Bewegungen, wenn ich z.B. den Arm nach hinten nehme. ich denke, dass hier aber ein anderes Problem mit der BWS vorliegt, da es da öfters auch mal knackt und sich das ganze verstärkt, wenn ich eine ungünstige Haltung habe. Aber das ist eine andere Baustelle und kommt vermutlich vom wenigen Sport, welchen ich seit fast 1,5 Jahre nicht mehr wirklich betreibe. 
Momentan ist es so, dass die 2te OP das ganze besser gemacht hat und ich optimistisch bin, dass auch noch eingies besser wird auch wenn es immernoch leichte Zimperleinchen gibt.
VG Neo
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Liebe Forengemeinde,
Ich wollte davon berichten, dass ich vor knapp 4 Wochen abermals im Vivantes bei Dr. Thomas operiert wurde.
Zwar wurden zuletzt meine Reflux Beschwerden unter Ppi besser, aber die Dinger machen leider immer mehr Nebenwirkungen und die Aussicht diese mit grad mal 30 weiter nehmen zu müssen, ist auch nicht so rosig.
Außerdem hatte ich ja, wie bereits berichtet 2 Monate nach der Erst-OP gefühlt, dass etwas sich gelöst hatte. Dr. Thomas hatte mit mir seid Dezember 24 einen alternativen Behandlungsplan erarbeitet, mit welchem meine Beschwerden aber nicht durchschlagend besser wurden. Daher haben wir in Abstimmung entschieden eine Kontrolllaparoskopie zu machen mit Option der erneuten OP.
In der Re-OP wurde eine minimale Hernie von 0,5 cm und eine kleine Einklemmung des Omentums gefunden. Dr. Thomas sagte aber auch zu mir, dass der Hauptgrund für die weiteren Beschwerden wohl war, dass die Speiseröhre nicht wie vorgesehen im Zwerchfell fest verankert war, sondern sich quasi rauf und runter bewegen konnte. Es wurde nun die Speiseröhre nach unten verlagert und die Lücke enger genäht und mittels resorbierbarem Phasix Netz verstärkt.
Die OP Schmerzen waren diesmal um ein Vielfaches geringer als bei der Erst-OP ich vermute, dass damals einfach durch die starke Anspannung der Zwerchfellmuskeln alles sehr lange weh getan hat.
Bis jetzt sind zwei Sachen besser geworden, ich habe diese kneifenden Schmerzen an der Kardia nicht mehr und ich musste bisher nich mehr Luft aufstoßen. Dieses krampfartigen, schluckaufähnlichen Aufstoßen ohne Luft habe ich aber weiterhin.
Leider kann ich bisher auch noch keine Verbesserung der Reflux Symptome verzeichnen. Sodbrennen hat mich quasi seid Tag 4, wo die Schwellung nachgelassen hat weiterhin voll begleitet, ebenso wie Ziehen in der Brust und scharfem Atem (wie Menthol). Sowohl beim Liegen, als auch nach Mahlzeiten. Ich hatte nach 2,5 Wochen wieder angefangen PPI zu nehmen. Ich konnte auch quasi sofort nach der OP problemlos schlucken (bis auf kalte Sachen), habe mir aber dennoch sehr viel Zeit mit dem Kauen gelassen. Ich vermute auch, dass ein Nerv gereizt wurde, da ich seit der OP schon 3 mal sehr starke Unterzuckerungssymptome bekommen habe, hoffentlich legt sich das wieder.
So viel erstmal dazu, ich kann nur hoffen, dass sich nach 6 Wochen die Nähte und das Netz aufgrund der Narbenbildung noch etwas zusammenziehen, sodass es noch enger wird.
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Hallo Songan,
Bei einem stillen Reflux kann ich dir Gaviscon Advance und Iqoro empfehlen, falls du das noch nicht ausprobiert hast. Beim Iqoro dauert es aber mehrere Monate mit einer Besserung und das ist leider ziemlich teuer.
LG und Gute Besserung. Neo
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Zitat von larry im Beitrag #178 Was die Versorgung eines Bruchs angeht, ist es vielleicht eine gute Methode. Aber bei einem inkompetenten LES versagt die Methode wahrscheinlich öfters. Der LES benötigt einfach mehr Unterstützung. Ob es mit einer Fundo getan sein wird, versehe ich auch mit einem grossen Fragezeichen. Ich bräuchte ähnlich gelegene Fälle, bei denen nach einer misslungenen Löhde die Fundo ein Gamechanger war, in Verbindung mit einem sehr schwachen LES.
Wann ist es für dich denn ein inkompletter LES? Bei 15 mmHG Ruhedruck, bei 5, bei 0? Das ist ja nicht so einfach zu bestimmen und außerdem kann die Speiseröhre ja auch an Stärke wieder zunehmen, dass hatte glaub ich BCY mal hier berichtet.
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@Larry ok das kann ich nachvollziehen. Soweit ich mich richtig erinnere, war dein LES Druck vor der OP ja bei 0 mmHg, richtig? Ich glaube auch das man bedenken muss, wie lange die Krankheit einen begleitet. Gerade wenn dies über Jahrzehnte anhält, kann ich mir vorstellen das die Funktion des Sphinkters immer mehr abnimmt und schlussendlich keine Funktion (0 mm Hg) mehr vorhanden ist. Dann hat man natürlich enorme Schwierigkeiten mit einem funktionslosen Muskel wieder die Nahrung durch eine verengten Hiatus zu pressen. Gerade das wollte ich auch vermeiden und habe die OP "schon" nach 4 Jahren des Leidens gemacht. Ich hatte auch sehr wenig Schluckprobleme nach der OP und meine Speiseröhre sei wohl "stark" laut Dr. Thomas. Irgendetwas hat aber trotzdem nicht gepasst bzw. es hat sich irgendwas gelöst, wovon ich sehr stark ausgehe.
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Zitat von larry im Beitrag #150 Gestern hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem schon älteren Bauchchirurgen, der jetzt zum Zeitvertreib eine Privatpraxis betreibt. Er hat in seinem Berufsleben längere Zeit als Chefarzt in der Chirurgie auch Fundos gelegt. Als ich ihm von meiner Misere und dem OP-Verfahren erzählte, schlug er die Hände über dem Kopf zusammen. Er hält die Löhde auch für Unsinn, vor allem, da keine Fundo gelegt wird. Jetzt möchte er mir helfen, den OP-Bericht hat er schon. Er selbst operiert nicht mehr, aber er hat Verbindungen. Und eben wieder diese absolute Ablehnung gegen die Löhde. Was er dabei auch massiv kritisierte, wäre die Annahme Löhdes, dass es keinen LES gebe. Der Kommentar des Veterans: "Unwissenschaftlicher Schwachsinn!"
Jedenfalls bin ich froh, jetzt endlich Unterstützung ärztlicherseits zu bekommen.
Ich weiß nicht an was für Ärzte du immer gerätst, aber bisher waren alle Chirurgen, mit denen ich gesprochen habe aufgeschlossen dem Löhde-Verfahren gegenüber und sahen es grundsätzlich positiv. Mehrere Ärzte, sogar der Gastroenterologische Leiter des Sana Klinikums hier, hat mir bestätigt das es "sehr gut" war, dass ich keine Fundo habe machen lassen. Ich bin mit der OP nicht beschwerdefrei geworden, aber ich glaube immernoch an die Methode. Ich bin mir zu 99% sicher wieder einen Bruch oder zumindest eine deutliche Verschiebung der Speiseröhre zu haben. Daran ist aber erstmal die Methode nicht schuld. Das hätte auch bei jeder anderen Methode auftreten können.
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Danke für diese Infos, vor allem die Sache mit der Haltbarkeit von den Implantaten. Wahrscheinlich hast du schon recht und auch deshalb werden die Erfolgsaussichten für eine OP immer niedriger je öfter man operiert. Obwohl es wahrscheinlich auch vom einzelnen Patienten und dessen Gewebe abhängt, wie oft man da operieren kann. Wie gesagt habe ich jetzt mehrheitlich gehört das das Netz Grundsätzlich in Takt bleibt, und vielleicht muss man dann in dem Bereich gar nichts mehr am Gewebe rumschnippeln.
Ich setze jetzt darauf, dass ich durch eine zweite OP mit dem biologischen Netz, was ich in Eigengewebe umwandelt wenigstens ein paar Jahre Ruhe habe. So wie es aktuell ist geht es einfach nicht weiter...
Zum Erfolg der Re-OP gibt es wie auch bei der Erst-OP wohl unterschiedliche Erfahrungen. Ich habe hier im Forum und auch privat sowohl gute als, auch weniger gute Verläufe gehört.
Ich bin auch sehr schlank und habe lang gebraucht um mich von der OP zu erholen. Ich hatte fast 4 Wochen sehr starke Verspannungen und Rückenschmerzen, vor allem auch beim spazieren. Als ich nach der OP zum Röntgenbreischluck gefahren wurde hatte ich bei der Schwester gefragt, ob denn schon mein Mitpatient (der eine Re-OP nach Fundo bei Dr. Thomas hat), welchen ich vor der OP kennengelernt hatte, da war. Sie meinte nur "ja der ist hier vorhin reinspaziert und war schon dran". In dem Moment habe ich nur ungläubig geguckt, weil ich mich eigentlich gar nicht aus dem Bett bewegen konnte geschweige denn den Weg von der Station bis zum Breischluck hätte laufen können. So unterschiedlich sind halt die Körper und die Reaktionen auf die OP. Ich habe jetzt gelernt, dass ich wohl sehr anfällig bin und ich werde nach meiner zweiten OP keine Risiken mehr eingehen und mit allem, was ich gelernt habe aufpassen.
Noch eine Sache zu den Studienbögen: Ich weiß auch nicht wie die Klinik das auswählt, aber hier im Forum haben auch Patienten diesen Bogen erhalten, bei denen die OP einen ganz schweren Verlauf genommen hat.
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Zitat von Kiki im Beitrag #3 Hallo BCY,
danke dir! Es wird bei Zwillingen und relativ großen Kindern dazu geraten. Ich denke auch, dass ich das generell in Erwägung ziehen würde.
Ich frage mich nur, ob bei den anderen Frauen wirklich alles problemlos ablief. Dass es am Ende unterm Strich gut ging, lässt ja doch trotzdem einige Fragen offen...
Ich habe eine sehr schmale Taille und intraoperativ konnte man sehen, dass ich zudem eine sehr starke Zwerchfellmuskulatur habe. Das hat es vielleicht auch begünstigt, dass mein Bruch am Ende sehr groß war, v.a. im Verhältnis zu meinem schmalen Oberkörper. Noch dazu habe ich in meinem alten Job viel körperlich gearbeitet. Ob die starke Muskulatur im Verhältnis zum schmalen Körper nun ein Vor- oder Nachteil ist, konnte mir Dr. Löhde nicht sagen, da er beides für möglich hält.
Mit meinem jetzigen Wissen bin ich unentschlossen, ob ich das Risiko Schwangerschaft eingehen sollte. Denn immerhin kann man die OP MAXIMAL drei Mal machen. Und dann war mein Bruch bereits recht groß, also schätze ich dass es bei mir vermutlich nur insgesamt zwei Mal möglich ist.
Und wie lange so ein Implantat halten wird, wird sich erst mit der Zeit herausstellen. Am Ende kann man ohne Zwerchfell nicht leben.
Weiß jemand zufällig, ob es eine vergleichbare OP Methode gibt? Vielleicht gibt es da mehr Informationen über die Risiken einer Schwangerschaft.
Hallo Kiki, Woher hast du denn die Information, dass eine OP maximal drei Mal möglich ist? Ich habe hier von einem anderen Forenmitgleid gehört, dass eine Chirurgin meinte, dass eine Fundoplikatio nur drei mal im Leben möglich ist. Ob dies aber bei einer reinen Zwerchfell-OP der Fall ist wusste er nicht. Ich würde sagen das ist nicht der Fall, ein Forenmitglied hier wurde bereits 5 mal von Dr. Thomas operiert. Ob das Implantat bis zum Lebensende hält kann ich nicht einschätzen, aber von dem was ich mitbekommen habe, ist bei den Rezidiv-Fällen der Löhde das Implantat zum Großteil intakt und der Neu entstandene Defekt ist woanders aufgetreten. Ob es eine vergleichbare Methode zur Löhde gibt weiß ich nicht mit Sicherheit, ich denke mal aber momentan gibt es sie noch nicht. Soweit ich richtig informiert bin, ist das Patent erst vor kurzem ausgelaufen und es dürften noch nicht so viele andere Ärzte nach diesem Prinzip operieren.
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Zitat von BCY im Beitrag #7 Das spannende daran ist, dass er ein paar Wochen nach der Entfernung vom Linx Liegenstütze gemacht hat mit 20-30 kg Rucksack am Rücken. Dem Zwerchfell hat es nicht geschadet. Das resorbierbare Netz hat der Chirurg um die Speiseröhre gelegt (nicht nur auf einen Zwerchfellschenkel). Er hat mir damals ein Foto davon gezeigt, welches er vom Chirurgen erhalten hat.
Wenn ich solche Geschichten höre, frage ich mich, was da bei mir falsch gelaufen ist, dass vom tiefen atmen meine OP (höchstwahrscheinlich) kaputt gegangen ist.
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Zitat von BCY im Beitrag #3 Bzgl Netz würde ich mir jetzt nicht allzu große Sorgen machen. Ein guter Chirurg kann mit Netzen umgehen. Vielleicht solltest du mal bzgl resorbierbaren Netz nachfragen. Ein Freund von mir hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Als ihm der Linxring entfernt wurde (wegen starken Schlickstörungen), hat ihm der Chirurg ein resorbierbares Netz eingesetzt. Leider blieb aber der Reflux weiterhin sodass er sich nach über einem Jahr wieder unters Messer gelegt hat. Das Zwerchfell hat gehalten und man sah das sich durch das resorbierbare Netz Narbengewebe gebildet hat. Es konnte eine Verdickung des Zwerchfells festgestellt werden. Der Chirurg hat ihm eine Toupet verpasst (das war vor einer Woche) und heute hattet er sich ein BigMac-Menü beim Mäci gegönnt. Er hat aktuell nur noch leichte Druckbeschwerden und ist mit der Operation zufrieden.
Nur damit ich das nochmal richtig verstehe: Dein Freund hat nach der Entfernung des Linx Rings ein Resorbierbares Netz bekommen und man hat 1 Jahr später bei einer weiteren OP festgestellt, dass mit dem Zwerchfell alles in Ordnung ist? Also kein Bruch, ordnungsgemäße Anordnung der Organe usw und er hatte trotzdem noch Reflux? Hat man die Ursache dafür herausfinden können, wenn anatomisch alles korrekt war, sonst hätte es ja auch keine Toupet gebraucht.
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Hallo Pfälzer,
Schade das deine OP nicht gehalten hat, ich wünsche dir auf jedenfall alles Gute. Ich bin nicht nach Ablassmaier operiert, beschäftige mich aber ebenfalls mit der Möglichkeit einer Re-OP. Zu deinen Ausführungen habe ich zwei Gedanken (nur meine Meinung) : Eine Re-OP nach einem Netz Einsatz zu machen, ist wohl bei jedem Verfahren mehr oder weniger schwierig. Ich habe hier schon Berichte gelesen, dass Leuten OPs verwehrt wurden, obwohl sie ein "normales" Netz eingesetzt bekommen haben. Es hängt also glaube ich eher vom Chirurgen ab, ob sich jemand nochmal da ran traut. Ich möchte dir nicht zu dem einen oder anderen Chirurgen raten, aber ich denke nicht, dass es bei der Reoperabilität zwischen Zarras und Ablassmaier größere Unterschiede gibt. Der zweite Punkt betrifft jetzt deine Re-OP. Ich bin genau die selben Gedanken durchlaufen. Man muss sich aber bewusst sein, dass es für einen "neuen" Chirurgen immer schwieriger ist, sich durch eine alte OP durchzuwühlen. Das führt zum Zwiespalt, weil man halt durch die erste OP nicht beschwerdefrei geworden ist, dass ist bei mir auch so. Ich bin aber zumindest momentan zu dem Schluss gekommen, dass ich meinem Chirurgen nochmal eine Chance gebe, auch weil er einfach die erste OP durchgeführt hat, und das Netz, was bei mir drin ist, am besten kennt. Ich denke aber jeder muss das selbst entscheiden.
Zur Fundo möchte ich mich nicht im Detail äußern, ich halte dieses Verfahren für sehr risikobehaftet, auch wenn es wieder zum Rezidiv kommt und sich die Fundo im Zwerchfell einklemmt.
Alles Gute dir!
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Hallo Ines, Ich bin momentan auch wieder mit Dr. Thomas in Kontakt. Also ich kann dir nur Empfehlen bei erneuten Beschwerden Kontakt aufzunehmen. Nachdem es im Sommer 2024 noch nicht so gut geklappt hat mit der Kontaktaufnahme, bin ich dafür jetzt in regelmäßigem Austausch mit ihm und das finde ich gut.
Was das erneute Rezidiv betrifft, so muss ich mich immer mehr fragen, warum denn auch die stabile Löhde Methode eine Bronchitis nicht aushält. Als ich vor der OP noch im Vivantes rumgelaufen bin, sagte eine Schwester zu mir: "vermeiden Sie bloß eine Erkältung, wir hatten so viele Rezidive wegen Erkältungen im letzten Jahr". Wie soll man sowas vermeiden? Ich kann mich ja nicht mein ganzes Leben isolieren. Und wenn man dann bei der ersten Erkältung ein Rezidiv bekommt, kann man sich auch eine OP sparen.
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