Beiträge: 7
| Zuletzt Online: 07.09.2025
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Hallo zusammen,
danke für eure Rückmeldungen. Es geht mir schon etwas besser, aber gelegentlich kommt Sodbrennen mit Brustschmerzen hinzu. Der stille Reflux ist noch da, hat sich aber leicht verbessert – ich hatte ihn an zwei Nächten gar nicht, wobei ich bis 3 Uhr nachts wach war, um das zu überbrücken.
Nächste Woche beginnt die 4. Post-OP-Woche. Ich halte euch weiter auf dem Laufenden. Danke nochmal für eure Hilfe – das macht alles leichter.
Ich frage mich immer noch, wie so eine Erkrankung bei fast null Wahrscheinlichkeit eines Zwerchfellrisses bei ansonsten gesunden Menschen entstehen kann. Zwei meiner Tanten haben Refluxprobleme, daher vermute ich eine genetische Schwäche im Bindegewebe.Naja...
Schönes Wochenende euch! Gruß, Jakob
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Hallo Neo,
Leider habe ich deine Nachricht erst jetzt gesehen. Ich habe weder Dehnungsstreifen noch Krampfadern. Herr Thomas meinte nach der Operation sogar, dass ich ein sehr starkes Zwerchfell habe. Ich bin schlank, 173 cm groß – ob das gute Voraussetzungen sind, weiß ich nicht.
Ich habe mir alle OP-Methoden genau angeschaut und mich nach vier Jahren Beschwerden schließlich für die Variante mit dem für mich geringsten Risiko entschieden. Siehe Update oben. Gruß, Jakob
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---- Update Löhde-Operation ---
Hallo zusammen,
ich wurde am 19.08.2025 nach der Löhde-Methode operiert, nachdem ich zuvor verschiedene Optionen geprüft hatte. Eine zweite Meinung in den DRK Kliniken Westend empfahl mir eine Toupet-Fundoplikatio (270°), was ich jedoch ablehnte, da ich kein gesundes Organ „umlegen“ lassen wollte.
Die Operation durch Herrn Dr. Thomas verlief komplikationslos. Bei mir wurde eine 5 cm große Hernie verschlossen. Nach wenigen Tagen konnte ich das Krankenhaus verlassen. Die Heilung läuft insgesamt gut: Schluckbeschwerden sind fast weg, Schmerzen nehmen ab, und auch die anfänglichen Atemprobleme haben sich nach etwa einer Woche gelöst. Gelegentlich habe ich noch Brustschmerzen. Denke leichter Reflux.
Was mich jedoch stark belastet, ist der weiterhin bestehende stille Reflux. Daran leide ich seit vier Jahren, und leider hat er sich nach der OP bisher nicht verbessert, teilweise sogar verschlimmert. Besonders nachts zwischen 0 und 5 Uhr wache ich oft mit Würgereizen und Luftnot auf, manchmal bis zu zehnmal. Kurz nach dem Aufspringen bessert es sich, kommt aber wieder, sobald ich in die Tiefschlafphase gehe.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen nach einer Löhde-Operation gemacht? Weiß jemand, wie lange es dauern kann, bis sich der stille Reflux bessert? Ich habe gehört, es könne ein bis zwei Wochen dauern, bis sich der Hals-/Zwerchfellbereich anpasst. Über Rückmeldungen wäre ich sehr dankbar.
Gruß, Jakob
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Danke euch für eure Antworten. Vielleicht sollte ich tatsächlich nochmal eine Manometrie machen lassen, bevor Operation.
Ich habe auch hier gelesen, dass die Stretta-Behandlung bei Problemen mit der Speiseröhre helfen kann. Mein Hausarzt hat mir außerdem empfohlen, vor der Operation den Druck etwas rauszunehmen und es zunächst mit einer IMO-Behandlung zu versuchen – kombiniert mit einer Antibiotikatherapie, Oregano-Öl und Allimed als Alternative.
Ich habe einfach enormen Respekt vor dieser Operation, weil sie mein Leben entweder deutlich verbessern oder eben auch verschlechtern könnte.
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Hey Larry,
Ich hatte bereits 2022 eine Manometrie, die unauffällig war (siehe unten). Außerdem hatte ich ein Gespräch mit Björn Siemssen von der MIC Klinik in Berlin. Er hat sich meine Befunde angesehen und mir ebenfalls eher zu einer Zwerchfell-Operation geraten – wegen meines Barrett-Ösophagus und weil keine Medikamente mehr wirken. Gleichzeitig hat er betont, dass man bei einer Operation immer vorsichtig abwägen sollte.
Aber nach vier Jahren mit diesen Beschwerden denke ich, dass ein Eingriff notwendig ist. Ich habe wirklich alles andere versucht.
Ich hole mir gerne noch eine weitere Meinung ein, aber ich gehe stark davon aus, dass das Problem tatsächlich am Zwerchfell liegt. Auch bei den Magenspiegelungen wurde gesagt, dass der Schließmuskel eigentlich normal arbeitet. Trotzdem bin ich vorsichtig, weil mich all diese Daten in letzter Zeit ziemlich verunsichern.
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Distales Kontraktionsintegral (DCI): 5923 mmHg·s·cm (normal kräftige Peristaltik, Norm: 450–8000)
Peristaltische Unterbrechungen: 0 cm (keine Unterbrechungen → normal)
Distale Latenz (DL): 7,4 Sekunden (normal, keine Spastik)
Integrierter Relaxationsdruck (IRP): • 4 s IRP: 11,5 mmHg (normal, Norm: <15–20) • 0,2 s IRP: 27,9 mmHg • 0,8 s IRP: 65,3 mmHg (maßgeblich ist der 4 s IRP – der ist normal)
Intraabdominallänge des LES: 2,7 cm (physiologisch)
Gesamtbewertung nach Chicago-Klassifikation: Normaler Befund, keine primäre Motilitätsstörung der Speiseröhre.
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Hallo BCY, Danke für deine Atnwort. Bei meiner letzten Manometrie im Januar 2025 stand:
unterer Osophagussphinkter: Ruhetonus 33.6 mmHg (Normwertig), IRP 1.1 mmHg (N<28 mmHg) tubuläre Speiseröhre: Intrabolus Druck (IBP): -0.4 mmHg distales Kontraktionsintegral (DCI) : 5048.3 mmHg*s*cm DL: 6.9 s (N > 4.5 s ) oberer Ösophagussphinkter: Ruhedruck 83.5 mmHg mit regelrechter Relaxation
Beurteilung: unterer Ösophagussphinkter mit normalem Ruhetonus und regelrechter Relaxation tubuläre Speiseröhre mit regelrechter propulsiver Peristaltik, einmalig (beim ersten Sc hyperkontraktiler distaler Ösophagus), somit nicht signifikant oberer Ösophagussphinkter mit normalem Ruhetonus und regelrechter Relaxion
Beurteilung: Keine Hinweis auf eine Motilitätsstörung im ösophagus
Damit kann ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen. Es ist schon meine zweite Manometrie mit ähnlichen Ergebnissen.
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